Am 30.10.2018 veranstaltete die Initiative BON-HA, die gegen die Nachtfluggenehmigung des Flughafens Hannover und für die betroffenen Anwohner streitet, einen Informationsabend im Gasthaus Tegtmeyer in Engelbostel.

Zu dem Zusammenschluss gehören die BIGUM aus Garbsen, der Umweltschutzverein Isernhagen, die IG-Lärmschutz Langenhagen, Initiativen gegen Nachtflug aus Altwarmbüchen, Burgdorf, Langenhagener Ortsteilen, Arnum/Hemmingen.

Ca. 50 Menschen waren aus dem kleinen Ort Engelbostel und Umgebung gekommen, sahen sich die Präsentation an, die der Sprecher der Initiative, Dieter Poppe, vorbereitet hatte und hörten die Argumente, warum unbedingt die Nachtruhe der Anwohner des Flughafens verteidigt werden muss, auch wenn dieses ein Klage erfordert.

Der Initiative geht es um die Gesundheit der Menschen, die infolge der häufigen nächtlichen Ruhestörungen durch Fluglärm stark beeinträchtigt wird. Dieter Poppe berichtete über den Besuch bei dem Lärmwirkungsforscher Prof. Münzel, der nachweisen konnte, dass bereits 33 dB den Schlafenden an die Aufwachgrenze führen und nicht, wie in früheren Studien angenommen 60 dB.

Zum Vergleich: Das Piepen eines Weckers hat 52 dB und reicht aus, um Menschen aus dem Tiefschlaf zu holen.

Die gesundheitlichen Folgen der Nachtruhestörungen, bei denen vor Störungen durch die Bahn und den Straßenlärm der Fluglärm an erster Stelle der Verursacher steht, reichen von Depressionen über Herz-Kreislauf- bis zu Tumor-Erkrankungen.

Der Besucherkreis zeigte sich erstaunt und erbost über die Information, dass eine Nachtlandung auf dem HAJ ein Flugzeug außer den üblichen Kosten nur 80,– € zusätzlich kostet. –  „80,– € für das ganze Flugzeug“, bemerkte ein Besucher, „so billig wird unsere Nachtruhe verkauft!“

Die Veranstaltung mit anschließender Diskussion dauerte insgesamt zwei Stunden. Die Teilnehmer verließen nachdenklich mit dem Informationsflyer und Spendenaufruf die Veranstaltung.